Nach knapp zwei Wochen zuhause, zieht es uns wieder in die Ferne. Immerhin ist das Wetter super, uns gehts gut, das WoMo steht bereit und die Reiselust ist wieder da.
Nach längerem Hin und Her, wo es denn nun hingehen soll, entscheiden wir uns für den Walchensee in Bayern. Und um es vorweg zu nehmen: Es ist eine gute Entscheidung!
Wir fahren am Montag den 18.6. los und übernachten im kleinen Örtchen Bettingen direkt am Main. Wir stehen ganz alleine auf einem kleinen Grünstreifen am Wasser am Rande des Örtchens. Sehr ruhig und total entspannt.
Am nächten Morgen frühstücken wir Müsli, fahren weiter und kommen am späten Nachmittag am Campingplatz am Walchensee an. Unterwegs halten wir noch in Wolfratshausen, um ein Eis zu essen. Ansonsten ist der Ort nicht besonders hübsch. Der Campingplatz liegt direkt am See und wir dürfen uns einen Platz etwas abseits vom See aussuchen. Ich möchte mich noch bewegen und wandere hinterm Campingplatz bis zum "Katzenbuckel", den ich in der Wanderkarte entdeckt habe. Ein Stündchen durch den Wald was gut tut.
In den nächsten Tagen radeln wir einmal um den See herum (ca 26 km), was uns super gut gefällt, weil es sehr schöne Blicke bis zum Karwendelgebirge gibt und sehr schöne Badestellen. Eine Wanderung bis zur Schlucht von Walchensee, die anstrengender war, als gedacht und auch ziemlich schweißtreibend. Am nächsten Tag sollte es eigentlich regnen und wir gönnen uns ein paar Stündchen in der Therme am Kochelsee. Am vorletzten Tag sind wir dann den Königsweg vom Walchensee gegangen.
Der Aufstieg bis zum Heimgarten war anstrengender und herausfordernder als alles, was ich zuvor gewandert bin. Unglaublich steil, unglaublich anstrengend und unglaublich schön. Ein tolles Gefühl, endlich oben am Gipfel angekommen zu sein. Allerdings wartete dann die Gratwanderung zum Herzogstand. Ich habe vorher gelesen, dass man schwindelfrei und angstfrei sein sollte, wenn man dort wandern möchte. Außerdem ist Trittsicherheit gefragt und eine gewisse Kondition. Auweia...Und wirklich: Den letzten Kilometer krabbel ich mehr auf allen Vieren, als dass ich laufen könnte (Übertreibung verdeutlicht). Eine ganz tolle Wanderung mit vielen Herausforderungen und super Ausblicken. Vom Herzogstand geht es dann leicht bergab bis zur Hütte, wo es endlich was ordentliches zu trinken gibt. Bis zum See runter fahren wir dann mit der Seilbahn. Reinhard will den steilen Abstieg seinem Knie nicht zumuten und ich befürchte, Blasen an den Zehen wenn es so lange bergab geht. Eine ganz tolle Wanderung!! Am letzten Tag relaxen wir am See und gehen öfters schwimmen. Da ja immer eine sportliche Herausforderung dabei sein muss, schwimmen wir einmal ans andere Seeufer.
Am letzten Tag packen wir unsere Sachen zusammen und fahren ca 12 km bis zum Freilichtmuseum Glentleiten. Dort findet heute ein Traktortreffen statt, was wir uns anschauen wollen. Die ganze Anlage gefällt uns richtig gut. Viele sehr alte Häuser aus ganz Bayern stehen dort und man kann sie besichtigen. Heute sind außerdem noch über 120 alte Traktoren dort. Nachmittags findet ein Traktorumzug an, den wir uns anschauen. Lustig :-)
Übernachten werden wir heute in Benediktbeuren, wo wir uns das Kloster leider nicht mehr anschauen können, aber im Kloster-Biergarten gönnen wir uns noch ein leckeres Essen.
Am allerletzten Tag radeln wir nochmal nach Kochel am See, um ins Franz-Marc-Museum zu gehen. Für wirklich wenig Geld sehen wir tolle Bilder der "blauen Reiter".
Auf dem Rückweg sind wir dann im Altmühltal gelandet, um dort noch eine Fahrradtour zu unternehmen. Unser Stellplatz war in Eichstädt und von dort aus sind wir das Tal ca 25 km nach Westen gefahren und zurück. Abends haben wir auf dem Marktplatz gegessen.































