Donnerstag, 31. Mai 2018

Mittwoch, 30. Mai
Barcelona. Endlich Barcelona. Wir waren vor 8 Jahren schon mal gemeinsam hier und seit dem wünsche ich mir, zurückzukehren. Und auch dieses Mal zieht diese Stadt mich magisch an. Irgendetwas ist hier besonders für mich. Obwohl es wirklich sehr laut ist und voll und wuselig, mag ich die Atmosphäre und geniesse das Gewimmel. Wir fahren erst um 11:15 Uhr mit dem Bus zum Plaza Cataluna. Von dort nehmen wir gleich einen der vielen Touri-Busse, um zum Park Guell zu kommen, für den wir für 13:30 Uhr Eintrittskarten gekauft haben. Das ist neu für uns. Beim letzten Besuch war der Eintritt noch frei. Die Gartenanlge kann auch nach wie  vor kostenlos besichtigt werden, nur in die Gebäude und die Bogenanlage und auf den Platz kommt man nur noch mit Ticket. Und trotzdem ist es voll. Eigentlich sollte man wirklich morgens um 8 Uhr hier sein, um diesen Garten auch wirklich geniessen zu können. Wunderschön ist er nämlich wirklich. Danah machen wir die blaue Tour bis zum Ende mit und kommen u.a. auch am Stadion Camp Nou vorbei, wo Messi und Co spielen. Aber die sind ja alle bei ihren Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die WM. Den Rest des Tages lassen wir uns durch die Strassen treiben. Schön :-) Abends noch ein mässig leckeres Essen am Campingplatz.






Donnerstag, 31. Mai
Auch heute fahren wir wieder mit dem Campingplatz-Bus nach Barcelona. Wir haben für 17 Uhr Tickets für die Sagrada Familia, darauf freue ich mich schon besonders. Vorher gehen wir jedoch 3 Stündchen getrennte Wege. Reinhard legt "Strecke" zurück und geht vom Plaza Cataluna zum Glories, ein Einkaufszentrum, an dem wir mit dem Bus auf dem Weg in die Stadt vorbeikommen und in dessen Nähe wir einen Markt vermuten, von dort zum Arc de Triumphe, von dort zum Hafen und über die Rambla zurück zum Plaza Cataluna. Boah, bestimmt 8-9 km. Alle Achtung! Ich lasse es gemächlicher angehen und gehe ein Stück die Rambla, dann in die Markthalle Boqueria und von dort aus in der Altstadt kreuz und quer. Ich mag das so sehr, einfach schlendern, hier mal reinschauen, dort mal kurz gucken und ohne festes Ziel loszugehen. Fast verpasse ich wegen der ganzen Schlenderei unseren Treffpunkt um 15 Uhr am Plaza Cataluna. Von dort aus gehen wir dann zusammen ein Eis essen in der Altstadt und brechen dann auf, um pünktlich zu unserer Einlasszeit an der Sagrada Familia zu sein. Dort sind wir echt beide sehr beeindruckt. Was ein Mensch doch für Ideen haben kann und wie diese dann umgesetzt werden ist schon echt fantastisch. Das Licht im Inneren der Kirche ist durch die vielen bunten Fenster bombastisch. Richtig toll! Wir haben einen Audio-Guide, der uns viele interessante Informationen liefert. Von dort laufen wir wieder zurück. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, heute länger in der Stadt zu bleiben und mit dem Zug zurückzufahren. Aber....wir sind platt. Und zwar komplett. Deshalb nehmen wir doch um 19 Uhr den Bus und um nicht wieder so blödes Campingplatz-Restaurant-Essen zu haben, koche ich auch noch ein paar Nudeln. So, das reicht aber für heute. Ach nee....bloggen noch....
Fotos reiche ich nach....








Dienstag, 29. Mai 2018



Samstag, 26. Mai
Heute verlassen wir Andalusien endgültig und machen uns auf den Weg nach Nord-Osten. Dort landen wir schliesslich in El Campello auf einem einfachen Stellplatz in Strandnähe. Ganz unspektakulär und auch echt nicht besonders hübsch das ganze Drumherum. Es reicht für einen langen Strandspaziergang meinerseits und für eine abendliche Radtour von Reinhard. Wir unterhalten uns lange mit unserer Nachbar-Familie aus Berg. Gladbach, die mit 3 kleinen Kindern im kleinen WoMo insgesamt 6 Wochen unterwegs sein wollen. Und jeden Abend muss Papa das halbe WoMo umbauen, damit jeder einen Schlafplatz findet. Auweia, ganz schön mutig. Wir suchen uns noch ein kleines Restaurant, was jetzt in der Vorsaison gar nicht so einfach ist. Wir werden fündig und vor allem satt.



Sonntag, 27. Mai
Heute wollen wir wirklich mal NICHTS machen. Naja, außer ein bisschen zum Strand gehen. Daran halten wir uns auch echt gut. Noch nicht mal Alicante kann uns heute reizen.  Lange schlafen, spät aufstehen, gemütlich frühstücken, langsam zum Strand schlendern, ein bisschen in der Sonne liegen und auch noch ein bisschen im Wasser laufen. Reinhard geht schwimmen, ich nicht. Ich überlege noch kurz, ob ich zum Markt radeln soll, der hier heute irgendwo sein soll. Nein, NICHTS ist NICHTS! Also setzen wir uns noch lange vors WoMo und lesen. Kein einziges Foto heute gemacht. Abends nochmal Spaghetti, heute mit rotem Pesto und das war’s. Auch mal schön.

Montag, 28. Mai
Heute fahren wir zu Christel, meiner Kollegin, die seit zwei Jahren in Lliber lebt. Vorher besuchen wir aber erst noch das Castell Guadalest. Hoch oben auf einem Berg thronend, oberhalb eines Stausees, der total türkis ist, sobald die Sonne drauf scheint. Natürlich alles Drumherum sehr touristisch und viel Nepp. Aber das Castell selbst ist  echt sehenswert. Von dort aus fahren wir dann nach Lliber. Ich war sehr gespannt, ob Yuppi, Christels Hund, mich noch erkennen würde. Also gefreut hat er sich auf jeden Fall, wir denken, dass er mich auch erkannt hat. Es war jedenfalls schön, mal wieder alte Zeiten aufleben zu lassen und viel über das Dorf und das Leben dort zu erfahren. Abends haben wir in der Dorfkneipe am Placa Major eine sehr leckere Paella bekommen.
Am Wegesrand Benidorm. Das Las Vegas der Costa del  Sol. Ist das nicht furchtbar? Das sind tatsächlich alles Hotels, die im Sommer ausgebucht sind. Wer will denn da nur hin????

Schöner ist es doch in den Bergen in Guadalest





Abends am Plaza Major mit Christel und der Paella. 

Ob Yuppi mich tatsächlich wiedererkannt hat? Es sah jedenfalls so aus :-)
 Dienstag, 29. Mai
Heute fahren wir bis Barcelona. Haben wir uns jedenfalls vorgenommen. Nach einem leckeren Frühstück bei Christel brechen wir auf und sind tatsächlich nach knapp 5 Stunden nördlich von Barcelona auf dem Campingplatz von Mataro. Für knapp 20 Euro haben wir einen Swimmingpool und kostenlosen Shuttle-Service nach Barcelona. Super! Wir legen uns an den Pool, schwimmen zwei Runden und gehen gleich noch (hoffentlich) lecker Essen. Keine abesonderen Vorkommnisse....

Samstag, 26. Mai 2018

Mittwoch, 23. Mai
Wir brechen relativ spät vom Campingplatz auf, weil wir noch länger das Wlan-Netz ausnutzen, um zu recherchieren, welche unsere nächsten Stationen sind. Um 13 Uhr sind wir dann aber unterwegs Richtung Antequera. Vorher soll’s aber zu El Torcal gehen, eine faszinierende Felslandschaft. Das ist auch tatsächlich so, nur leider macht sich mit uns gemeinsam eine, nein eher 3 Schulklassen auf den Weg durch diese Gesteinsformationen. Wir wollen diese quatschende, singende, johlende Meute möglichst überholen, was bei dem schmalen Pfad auf unebenen Steinen kein leichtes Unterfangen ist. Und dann verläuft sich Reinhard auch noch in diesem Stein-Kinder-Labyrinth und weiß keinen Ausweg. Ehrlich gesagt war das ganz schön lustig… Aber auch er hat es dann geschafft und wir konnten unseren Weg alleine und ohne das Geschnatter fortsetzen. Allerdings in schnellem Tempo, damit sie uns nicht wieder einholen. Von da aus dann nach Antequera. Wir finden schnell den Stellplatz, der allerdings alles andere als gemütlich ist und gehen in die Stadt. Hä? Wo ist es jetzt hier schön? Oder liegt es an meiner doch eher getrübten Stimmung, dass wir mit Antequera nicht richtig warm werden? Wie auch immer, wir beschließen, weiter zu fahren. Nicht, ohne vorher doch noch den Stadtberg erklommen zu haben und vom berühmten Berg der Stadt ein Foto zu machen. Man sagt, es ist der Berg der Liebenden. Wir sehen einfach einen liegenden Männerkopf. Ok, also weiter. Zurück ans Meer. Nerja ist das Ziel, weil wir morgen eine schöne Wanderung geplant haben. In Nerja ist es 20 Uhr als wir ankommen. Wir sind sehr erstaunt, dass in Nerja viele deutsche Autos stehen und die Bedienung im Restaurant auch in deutsch antwortet. Es scheint eine deutsche Enklave zu sein in Torox, direkt bei Nerja. Die Nacht ist erstaunlich ruhig, obwohl wir an einer befahrenen Straße stehen.


 Da steht er und weiss micht weiter...:-))



Der weite Blick ist immer wieder faszinierend

Antequera mit dem "schlafenden Mann" im Hintergrund



Donnerstag, 24. Mai
Brötchen hatten wir uns in Antequera besorgt, so dass wir in aller Ruhe und Gelassenheit frühstücken können. Danach fahren wir los. Ich habe von einer interessanten Wanderung durch ein Flussbett gelesen, die wir heute unternehmen wollen. Der Parkplatz dazu ist schnell gefunden und der Wanderweg dank der App Osmand ebenso. Wir sind begeistert !! Nach einer Stunde versuchen wir noch trockenen Fußes an einer Baustelle über das kleine Bächlein zu gelangen, was ein Bauarbeiter mit Kopfschütteln und einer unverständlichen Bemerkung kommentiert. Kurz darauf wissen wir, warum er nicht verstehen könnte, dass wir nicht nass werden wollen. Es gibt gar keine andere Möglichkeit als die, mitten durchs Wasser zu wandern. Bestimmt 1,5 km geht es flussaufwärts durch den Fluss Chiller. An der engsten Stelle kann Reinhard in der Schlucht beide Felsenwände links und rechts anfassen. Eine Atmosphäre wie im Urwald. Sehr grün bewachsen, echt spektakulär. Als wir zurück gehen, wird ein vorher klitzekleiner Rinnsal aus dem Berg zu einem ausgewachsenen Wasserfall. Es muss jemand eine Schleuse geöffnet haben, anders ist es nicht zu erklären. Ein Paar bittet uns, Fotos zu machen und wir bitten sie um gleiches. Nach gut 3 Stunden sind wir wieder am Auto. Wir fahren noch in das Dörfchen Frigiliana. Ein kleines weißes Dörfchen oberhalb Nerjas. Wir schlendern mit unserem leckeren Eis durch die Gassen und finden, dass es hier schön ist, aber nicht ganz so schön wie in Vejer de la Frontera. Und schwupp, sitzen wir wieder in unserem Zwosi und düsen durch die Berge (der Beginn der Sierra Nevada begleitet uns rechter Hand) und entdecken den ersten Schnee auf einem Gipfel. Kurz vor Granada ist der Campingplatz, den wir uns ausgesucht haben. Wir wollen auch ohne vorher erstandenen Tiçkets versuchen in die Alhambra zu kommen. Vielleicht gibt es ja an der Tageskasse noch Möglichkeiten. Der Campingplatz bietet welche für Montag an. Das wäre uns zu spät. Wir haben uns nämlich heute mit meiner ehemaligen Chefin für Montagabend zum Paella-Essen in der Dorfkneipe von Lliber verabredet. Dort lebt sie seit einiger Zeit. Den Abend lassen wir mit einer super heißen Dusche mit viel Wasserdruck (kleiner Luxus, den man zu schätzen lernt), leckeren Nudeln und dem heutigen Rioja ausklingen.








Der Wasserfall, der eine Stunde zuvor noch ein Rinnsal war


Freitag, 25. Mai
Morgens wieder richtig lange getrödelt und ein gemütliches Frühstück eingenommen. Um 12: 20 Uhr sind wir dann mit dem Bus nach Granada gefahren. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem riesigen Shopping-Center vorbeigekommen, welches später am Abend nochmal interessant wird… Granada hat uns schnell in seinen Bann gezogen. Wir wollen als erstes zum Mirador de San Nicolaus laufen, weil man von dort aus den besten und schönsten Blick auf die Alhambra hat. Wir haben Ende März versucht, Karten für die Alhambra zu bekommen, was nicht mehr möglich war. Also wollen wir wenigstens einen schönen Blick auf die Anlage werfen. Naja, ist ganz nett. Wir laufen durch das Stadtviertel Albayzin, welches echt sehenswert ist mit seinen vielen engen Gassen und steilen Treppen. Mitten in der Stadt steht dann die Kathedrale, die – obwohl sie echt riesig ist – gar nicht so leicht zu finden ist. Wir zahlen den Eintritt und erhalten dafür einen Audio-Guide, der uns sehr interessant durch die Kathedrale führt. Es geht mir selten so in einem Gotteshaus, aber ich bin echt richtig beeindruckt. Einfach nur riesig und total schön. Von dort aus gehen wir zum Plaza Nueva und laufen dann doch noch zur Alhambra hoch, um unser Glück zu versuchen. Klappt nicht. Tickets nur im Internet und dort erst in ein paar Monaten wieder… Na guuuut…. Der Rückweg entschädigt wieder, weil er durch eine schöne Parkanlage und dann unten am Wasser entlang zurück in die Stadt geht. Mir gefällt Granada immer mehr und ich finde es fast schade, dass wir nicht ein Zimmer in der Stadt haben, damit wir die Stimmung am Abend auch noch genießen können. In der Nähe vom Plaza Bin Rambla findet auf einem Platz direkt an der Kathedrale ein Soundcheck für ein Konzert statt und wir setzen uns an einen der Hochtische mit Blick auf die Bühne. Das Bier ist lecker und zu jedem Getränk gibt es eine Kleinigkeit (Tapas) zu essen gratis dazu. Nach dem 2. Bier gesellt sich ein Dresdner Pärchen zu uns an den Tisch, welches wir erst auf dem Campingplatz in Ronda und dann nochmal auf dem Weg nach Altequera getroffen hatten. Sie trinken zwei Bierchen mit uns, wir tauschen uns über unsere Erlebnisse aus und sind beim Aufbruch pappsatt. Die Beiden hatten übrigens 98 Euro bezahlt, um heute eine geführte Tour in der Alhambra mitzumachen, ohne aber in die Paläste zu kommen. Das wäre uns echt zu happig gewesen. Es war jedenfalls ein richtig netter Abend und wir gehen beschwingt und von Granada begeistert zur Bushaltestelle zurück. Nur gut, dass wir den vorletzten Bus um 21 Uhr nehmen, weil wir im besagten Shopping-Center dringend die Toiletten inspizieren müssen. Und wäre das nicht so gewesen, wüssten wir jetzt nicht, wie riesig groß dieses Einkaufszentrum ist. RIESIG!! Eigentlich wollte ich in der Bar vom Campingplatz das schnelle Internet zum Bloggen nutzen. Die hat jedoch zu. Dann vielleicht morgen früh. Gute Nacht.
Die Fotos von Granada werden nachgereicht. Wir wollen los...

Die Alhambra vom Mirador de San Nikolaus

Die Kathedrale von Granada
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Auf dem Rückweg von der Alhambra


Dienstag, 22. Mai 2018

20. - 22. Mai

 Sonntag, 20. Mai
Heute Morgen schlafen wir richtig lange, frühstücken gemütlich und putzen dann das WoMo ein bisschen. Muss ja auch mal sein. Danach fahren wir mit den Fahrrädern 6 km entlang der viel befahrenen Strasse nach Tarifa. Auf dem Weg dorthin überfliegen uns wieder etliche Geier, was wir wieder nicht bildlich festhalten können. Tarifa selbst ist eine richtige Hippieh-Stadt. Kein Wunder bei den vielen Surfern, die es hier gibt. Wegen der besonderen Winde ist Tarifa das Surfer-Paradies schlechthin. Die Strände sind kunterbunt wegen der ganzen Segel und Kite-Surfer. Ein buntes Völkchen auch in der quirligen Innenstadt. Wir besichtigen die riesige Wehranlage, auch um den phantastischen Blick über die Stadt, den Hafen und bis nach Marocco zu haben. Als wir auf dem höchsten Turm stehen, kommt gerade eine Fähre aus Tanger an. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Campingplatz am Pool und ärgern uns über das lahme Internet, welches mich nur einen Teil der geplanten Fotos bloggen lässt (die Fotos vom letzten Blogpost sind jetzt übrigens online im letzten Blogpost). Abends gibt’s Spaghetti mit einer leckeren Sauce und dann ist der Tag wieder vorbei. Ach, fast hätte ich vergessen, dass sich einer der Geier auf den Turm des Campingplatzes niedergelassen hat. Reinhard konnte schnell mit der Canon und dem Tele ein paar Fotos schliessen. Irre…





Tarifa, ziemlich orientalisch





Montag, 21. Mai
Heute geht’s nach Gibraltar. Mein eigentliches Ziel dort ist die Wanderung am Berg in der Hoffnung, ein paar Fotos mit den dort lebenden Affen machen zu können. Das hat leider überhaupt nicht geklappt. Als wir ankamen, mussten wir erstmal wie alle anderen auch ca 20 Minuten vor der Start – und Landebahn Gibraltars warten. Das ist echt witzig, aber Gibraltar ist so klein, dass diese Startbahn von allen, die nach Gibraltar wollen, erstmal überquert werden muss. Also Fussgänger, Radfahrer, Motorräder und Autos müssen die Startbahn überqueren. Weil aber gerade ein Flieger starten wollte, wird diese natürlich gesperrt. Irre. Danach ist man dann also in Grossbritanien. Wir schlendern durch die Fussgängerzone, die „very british“ ist und überlegen kurz, ob wir die Seilbahn für den Berg nehmen. Aber 50 Euro für ein paar Minütchen da oben? Außerdem sind die Seilbahnen so voller Menschen, dass ich mir das nicht antun will. Ich hätte mega Schiss darin. Also doch zu Fuss, obwohl die Zeit knapp wird, wegen des Parktickets. Unser Ziel ist eine Fußgängerbrücke, die wir von unten sehen. Sehr steil, sehr hoch und ganz schön sportlich. Unser Ehrgeiz ist angefacht. Doch schon recht früh macht uns eine Sperrung wegen Steinschlags einen Strich durch die Rechnung. Ist also heute nichts mit dem Affenbesuch. Vielleicht auch besser so, weil Reinhard nebenbei mitbekommt, wie eine Frau von einem Affenbiss erzählt. Ok…. Von Gibraltar aus fahren wir dann endlich in die Berge. Das ist wohl der Tag der Herausforderungen für mich. Es fängt zu regnen an und wird steiler und steiler und steiler. Die Strasse ist noch recht breit und gut befahrbar, aber es geht doch echt sehr hoch hinaus und dementsprechend steil neben der Strasse bergab. Und als ob mir das nicht längst reichen würde, habe ich uns als Tagesziel Juzcar gesetzt. Ein klitzekleines Dörfchen mitten in den Bergen, welches (fast) nur noch aus blauen Häuschen besteht. Dies ist passiert zu Werbezwecken zu einem Jubiläum der Schlümpfe. Also meinen wir dieses kleine Strässchen im strömenden Regen auch noch fahren zu müssen. 11 km, glücklicherweise ohne Gegenverkehr. Oh mann, und dann so verregnet, dass wir keine guten Fotos machen können. Geschweige denn, aussteigen und rumlaufen. Tolle Idee gehabt, Anette. Also die 11 km schmale Strasse zurück und dann weiterfahren bis Ronda. Da landen wir dann wieder mitten im Zentrum, das Navy zeigt uns Strassen, dir mir fürs Fahrrad zu eng wären (Übertreibung verdeutlicht…) und wir finden einen guten Stellplatz für die Nacht. Zu Fuss gehen wir die 600 m ins Zentrum und sind dann geflasht von der Kulisse, in der wir stehen. Im Sonnenuntergang zeigt sich Ronda hoch oben an einer Felskante. Wir wissen nicht, wie hoch das ist, aber es ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Ich hatte schon viele Fotos davon gesehen, welche mir aber überhaupt nicht die Realität  zeigten. Echt total spektakulär. Wir wollen morgen noch mehr davon sehen, gehen noch eine Kleinigkeit essen und verschwinden im WoMo.

Ein Flugzeug startet in Gibraltar


Die Landebahn



Juzcar im Regen


Etwas verschwommen, weil aus dem Auto heraus fotografiert 
Phantastisches Ronda in der Abendstimmung




Dienstag, 22. Mai
Wir haben nachts überlegt, dass wir uns den Campingplatz von Ronda für eine Nacht gönnen. Dort wasche ich erstmal noch einen Teil Wäsche und wir starten gemütlich gegen Mittag mit dem Fahrrad in die Stadt. Heute wollen wir uns Ronda auch von unten anschauen. Dafür nehmen wir den schmalen Pfad nur zur ersten Aussichtsplattform, dann zur zweiten und gehen dann sogar bis fast ganz nach unten. Das ging ja noch. Das Ganze dann aber wieder hoch war schon anstrengender, aber sportlich auch reizvoll. Es sollte nicht der einzige Ab- und Aufstieg bleiben heute. Von dort aus sind wir dann in der Neustadt geschlendert und mir fiel dann ein, dass ich im Reiseführer von Hannelore und Horst von den Gärten las, von denen aus man einen Blick auf alle drei Brücken von Ronda haben soll. Diese Gärten haben wir also gesucht und gefunden und sind erstmal -ahnungslos – in einer Mine gelandet, die uns im Felsen Stufe für Stufe nach unten bis zum Wasser führte. Ein toller Blick in die Schlucht von unten war der Lohn.  200 Stufen habe ich beim Hochsteigen gezählt. Aber natürlich keine normalen Stufen, sondern richtig hohe, fast Doppelstufen. Von dort aus noch auf eine der älteren Brücken und zum „3-Brücken-Blick“. Einmalig und irgendwie magisch der ganze Ort. Ronda ist echt toll. Die Tapas am Abend nur so lala… Der Rückweg zum Campingplatz ging dann nochmal 3,5 km bergauf. Das war echt genug Sport für heute. Achtung, eine Bilderflut folgt!


Zwei Stiere