Heute Morgen schlafen wir richtig lange, frühstücken gemütlich und putzen dann das WoMo ein bisschen. Muss ja auch mal sein. Danach fahren wir mit den Fahrrädern 6 km entlang der viel befahrenen Strasse nach Tarifa. Auf dem Weg dorthin überfliegen uns wieder etliche Geier, was wir wieder nicht bildlich festhalten können. Tarifa selbst ist eine richtige Hippieh-Stadt. Kein Wunder bei den vielen Surfern, die es hier gibt. Wegen der besonderen Winde ist Tarifa das Surfer-Paradies schlechthin. Die Strände sind kunterbunt wegen der ganzen Segel und Kite-Surfer. Ein buntes Völkchen auch in der quirligen Innenstadt. Wir besichtigen die riesige Wehranlage, auch um den phantastischen Blick über die Stadt, den Hafen und bis nach Marocco zu haben. Als wir auf dem höchsten Turm stehen, kommt gerade eine Fähre aus Tanger an. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Campingplatz am Pool und ärgern uns über das lahme Internet, welches mich nur einen Teil der geplanten Fotos bloggen lässt (die Fotos vom letzten Blogpost sind jetzt übrigens online im letzten Blogpost). Abends gibt’s Spaghetti mit einer leckeren Sauce und dann ist der Tag wieder vorbei. Ach, fast hätte ich vergessen, dass sich einer der Geier auf den Turm des Campingplatzes niedergelassen hat. Reinhard konnte schnell mit der Canon und dem Tele ein paar Fotos schliessen. Irre…
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| Tarifa, ziemlich orientalisch |
Montag, 21. Mai
Heute geht’s nach Gibraltar. Mein eigentliches Ziel dort ist die Wanderung am Berg in der Hoffnung, ein paar Fotos mit den dort lebenden Affen machen zu können. Das hat leider überhaupt nicht geklappt. Als wir ankamen, mussten wir erstmal wie alle anderen auch ca 20 Minuten vor der Start – und Landebahn Gibraltars warten. Das ist echt witzig, aber Gibraltar ist so klein, dass diese Startbahn von allen, die nach Gibraltar wollen, erstmal überquert werden muss. Also Fussgänger, Radfahrer, Motorräder und Autos müssen die Startbahn überqueren. Weil aber gerade ein Flieger starten wollte, wird diese natürlich gesperrt. Irre. Danach ist man dann also in Grossbritanien. Wir schlendern durch die Fussgängerzone, die „very british“ ist und überlegen kurz, ob wir die Seilbahn für den Berg nehmen. Aber 50 Euro für ein paar Minütchen da oben? Außerdem sind die Seilbahnen so voller Menschen, dass ich mir das nicht antun will. Ich hätte mega Schiss darin. Also doch zu Fuss, obwohl die Zeit knapp wird, wegen des Parktickets. Unser Ziel ist eine Fußgängerbrücke, die wir von unten sehen. Sehr steil, sehr hoch und ganz schön sportlich. Unser Ehrgeiz ist angefacht. Doch schon recht früh macht uns eine Sperrung wegen Steinschlags einen Strich durch die Rechnung. Ist also heute nichts mit dem Affenbesuch. Vielleicht auch besser so, weil Reinhard nebenbei mitbekommt, wie eine Frau von einem Affenbiss erzählt. Ok…. Von Gibraltar aus fahren wir dann endlich in die Berge. Das ist wohl der Tag der Herausforderungen für mich. Es fängt zu regnen an und wird steiler und steiler und steiler. Die Strasse ist noch recht breit und gut befahrbar, aber es geht doch echt sehr hoch hinaus und dementsprechend steil neben der Strasse bergab. Und als ob mir das nicht längst reichen würde, habe ich uns als Tagesziel Juzcar gesetzt. Ein klitzekleines Dörfchen mitten in den Bergen, welches (fast) nur noch aus blauen Häuschen besteht. Dies ist passiert zu Werbezwecken zu einem Jubiläum der Schlümpfe. Also meinen wir dieses kleine Strässchen im strömenden Regen auch noch fahren zu müssen. 11 km, glücklicherweise ohne Gegenverkehr. Oh mann, und dann so verregnet, dass wir keine guten Fotos machen können. Geschweige denn, aussteigen und rumlaufen. Tolle Idee gehabt, Anette. Also die 11 km schmale Strasse zurück und dann weiterfahren bis Ronda. Da landen wir dann wieder mitten im Zentrum, das Navy zeigt uns Strassen, dir mir fürs Fahrrad zu eng wären (Übertreibung verdeutlicht…) und wir finden einen guten Stellplatz für die Nacht. Zu Fuss gehen wir die 600 m ins Zentrum und sind dann geflasht von der Kulisse, in der wir stehen. Im Sonnenuntergang zeigt sich Ronda hoch oben an einer Felskante. Wir wissen nicht, wie hoch das ist, aber es ist im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Ich hatte schon viele Fotos davon gesehen, welche mir aber überhaupt nicht die Realität zeigten. Echt total spektakulär. Wir wollen morgen noch mehr davon sehen, gehen noch eine Kleinigkeit essen und verschwinden im WoMo.
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| Ein Flugzeug startet in Gibraltar |
Die Landebahn
Juzcar im Regen
Etwas verschwommen, weil aus dem Auto heraus fotografiert
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| Phantastisches Ronda in der Abendstimmung |
Dienstag, 22. Mai
Wir haben nachts überlegt, dass wir uns den Campingplatz von Ronda für eine Nacht gönnen. Dort wasche ich erstmal noch einen Teil Wäsche und wir starten gemütlich gegen Mittag mit dem Fahrrad in die Stadt. Heute wollen wir uns Ronda auch von unten anschauen. Dafür nehmen wir den schmalen Pfad nur zur ersten Aussichtsplattform, dann zur zweiten und gehen dann sogar bis fast ganz nach unten. Das ging ja noch. Das Ganze dann aber wieder hoch war schon anstrengender, aber sportlich auch reizvoll. Es sollte nicht der einzige Ab- und Aufstieg bleiben heute. Von dort aus sind wir dann in der Neustadt geschlendert und mir fiel dann ein, dass ich im Reiseführer von Hannelore und Horst von den Gärten las, von denen aus man einen Blick auf alle drei Brücken von Ronda haben soll. Diese Gärten haben wir also gesucht und gefunden und sind erstmal -ahnungslos – in einer Mine gelandet, die uns im Felsen Stufe für Stufe nach unten bis zum Wasser führte. Ein toller Blick in die Schlucht von unten war der Lohn. 200 Stufen habe ich beim Hochsteigen gezählt. Aber natürlich keine normalen Stufen, sondern richtig hohe, fast Doppelstufen. Von dort aus noch auf eine der älteren Brücken und zum „3-Brücken-Blick“. Einmalig und irgendwie magisch der ganze Ort. Ronda ist echt toll. Die Tapas am Abend nur so lala… Der Rückweg zum Campingplatz ging dann nochmal 3,5 km bergauf. Das war echt genug Sport für heute. Achtung, eine Bilderflut folgt!






















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