Dienstag, 5. Juni 2018

Freitag, 1. Juni
Heute Morgen fahre ich mit dem Campingplatz-Bus nach Mataro, das kleine Städtchen 4km vom Campingplatz entfernt. Ich habe gelesen, dass dort heute Markt ist und da ich noch auf gar keinem war bisher, will ich das heute wahrnehmen. Reinhard schont sein Knie und liest sein dickes Buch. Mataro haut mich nicht vom Hocker und der Markt ist auch echt winzig. Ein Paar Oliven und grüner Spargel (endlich Spargel!!) dürfen mit. Auch ich lege mich danach noch ein halbes Stündchen in die Sonne und dann verräumen wir unsere 7 Sachen und machen uns auf Richtung Frankreich. Unser heutiges Ziel ist ein Campingplatz zwischen Le Racou und Collioure.  Wir waren vor ca 8 Jahren schon mal in einer winzigen Ferienwohnung in Le Racou bei Elmar. Der Campingplatz liegt hoch über dem Meer und es gibt einen ganz tollen Wanderweg an der Steilküste entlang nach Collioure. Es ist zwar schon 18 Uhr, wir machen uns trotzdem noch auf, um ins schöne Städtchen Collioure zu laufen. Im Ranking meiner liebsten Wanderwege gehört dieser für mich auf jeden unter die ersten 10! Außerdem mag ich Collioure sehr und könnte mir gut vorstellen, dort mal eine ganze Woche Urlaub zu machen. Wir schlendern noch ein bisschen durch die Gassen und trinken ein Bierchen am kleinen Strand. Dann geht’s zurück und auf der Terrasse des Campingplatz-Restaurant gibt’s ein leckeres Essen und den gratis Sonnenuntergang. Mir gefällt’s hier.








Samstag, 2. Juni
Nach dem Frühstück fahren wir nochmal mit dem WoMo nach Collioure. Dort ist heute ein Fest zu Ehren der Sardellen. Reinhard probiert sie gleich mal aus, für mich ist das nix. Eine nette Stimmung am Hafen,u.a. weil eine kleine Blaskapelle Hits aus den letzten Jahrzehnten spielt. Ich finde, das Licht in Collioure ist immer ganz besonders, was wohl auch sehr viele Maler hierher zieht. Mittags machen wir uns dann auf den Weg an die Ardeche. Vallon Pont d'Arc ist das Ziel. Der dortige Campingplatz ist günstig, sonst nichts. Wir gehen den kleinen Fussweg an der Ardeche entlang und ich überlege sehr lange, ob ich nun noch joggen gehe oder es lasse. Aber es ist so schwül und nur ein kleiner Stolperweg und schon spät und überhaupt und….ihr kennt das…





Sonntag, 3. Juni
Eine kleine Radtour führt uns entlang der Ardeche bis zur Pont d'Arc. Das ist eine Stelle, an der die Ardeche einen Felsen so ausgehöhlt hat, dass eine Brücke übrig blieb. Ich hatte mir wegen der Fotos, die ich vorher sah, ein kleines Steinbrückchen vorgestellt und war doch sehr überrascht, dass es so eine riesige natürliche Brücke ist. Wir gingen gerade runter zum kleinen Sandstrand als wir Zeugen einer kleinen misslungenen Rettungstat wurden. Man muss wissen, dass auf der Ardeche unzählige Kanu und Paddelbote unterwegs sind. Ich möchte gar nicht wissen, wie das im Sommer aussehen mag. Jedenfalls sind an der Stelle der Pont d'Arc mehrere Stromschnellen, die wohl nicht ganz ohne sind. Wir haben einige Paddler kentern gesehen oder welche, die ins Strudeln geraten. Zwei junge Burschen, von weitem ca. 15 Jahre alt, hat es mittendrin das Paddelboot so in einen dicken Felsbrocken gerammt, dass sie es nicht mehr von alleine rausbekamen. Zwei weitere Paddler versuchten, ihnen zu helfen, schafften es nicht und fuhren weiter. Die Jungs standen inzwischen auf dem dicken Felsbrocken inmitten dieser Stromschnellen und schienen ziemlich verzweifelt zu sein. Da sie mit einer größeren Gruppe unterwegs zu sein schienen, standen inzwischen die Männer dieser Gruppe am Flussufer , um nach einer Möglichkeit zu suchen, zu den Jungs zu gelangen. Leichter gedacht als getan. Sie versuchten es flussaufwärts mit der Strömung. Vergeblich. Dann flussabwärts gegen die Strömung. So hat es einer der Männer fast bis zu den Jungs geschafft. Aber nur fast, dann ist auch er wieder abgetrieben. Das hat dann aber alle anderen auf die Idee gebracht, dass die Jungs es den Männern gleichtun sollten. Einfach das Boot im Felsbrocken lassen und sich selbst flussabwärts treiben lassen. Helm und Sicherheitsweste trugen sie ja. Einer der Jungs war sichtlich sauer und verzweifelt und ist dann in seiner Unruhe so unglücklich abgerutscht, dass er eine dicke Wunde am Bein hatte, weswegen später auch der Rettungswagen kam. Auf jeden Fall war es alles ziemlich aufregend, hatte aber dann mit dem Treibenlassen einen einigermaßen glimpflichen Ausgang. Wir klettern noch ein bisschen in den Steinen rum, fahren mit den Rädern noch an eine schöne Fotostelle und radeln dann zurück nach Vallon Pont d'Arc. Dort essen Wir Auf dem kleinen Dorfplatz ein leckeres Eis und schlendern ein bisschen durch die „Touri-Gasse“. Auf dem Campingplatz zurück wollen wir uns eigentlich in die Sonnen legen, die dann aber ganz schnell gar nicht mehr da ist. Reinhard muss sich sogar seine Decke überlegen, weil es auf einmal richtig frisch wird. Und dann kommt ein Gewitter. Müssen wir uns also die Würstchen, die gegrillt werden wollten, braten. Den Nudelsalat dazu hatte ich vorher schon fertig gemacht. Alles lecker, satt und müde




Montag, 4. Juni
10 Uhr Abfahrt. Heute haben wir eine lange Tour vor uns. Bis nach Riquewihr soll es heute gehen. Ganz dicht am Grabstein meines Großvaters väterlicherseits bei Lyon vorbei, was ich leider etwas zu spät erfahre. Auf dem Weg dann die Idee, spontan bei meinem Bruder und seiner Familie in Lörrach vorbei zu fahren. So oft sind wir schließlich nicht in der Gegend. Gesagt getan. Luke und Milla, Neffe und Nichte, empfangen uns gemeinsam mit gefühlt 15 weiteren Kinder der Straße und weisen uns einen Parkplatz zu. Es wird ein schöner Abend mit viel Erzählen und leckerem Nudelessen ( ach…). Und der Rosé war auch sehr lecker. Leider vergesse ich ein Foto vom tollen Blick über Lörrach zu machen, welchen man von der Terrasse hat.


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